Drei Filterkartuschen nebeneinander: links ein neuer CORE 40, in der Mitte und rechts zwei verfärbte Kartuschen nach dem Einsatz

Fünf Ebenen zwischen Quelle und Glas

Wissen

Schweizer Trinkwasser gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Nur endet diese Kontrolle dort, wo das Wasser das Wasserwerk verlässt. Was auf den letzten Kilometern bis zu deinem Glas passiert, misst niemand systematisch. Das ist kein Vorwurf an jemanden, sondern eine Zuständigkeitslücke.

Die fünf Ebenen

  1. Die Quelle

    Gut achtzig Prozent des Schweizer Trinkwassers stammen aus Grund- und Quellwasser. Boden, Sand und Kies filtern auf natürliche Weise.

  2. Das Wasserwerk

    Hier wird aufbereitet und gemessen. Von hier stammen die Werte, die dein Versorger veröffentlicht.

  3. Das Verteilnetz

    Kilometer an Leitungen, Speichern und Armaturen. Eine Studie der Universität Genf hat 2025 gezeigt: Nach dem Werk steigt die Zahl der Mikroplastikpartikel im Netz wieder an.

  4. Deine Hausinstallation

    Ab dem Hausanschluss liegt die Verantwortung beim Eigentümer. Hier lösen sich Blei und Kupfer aus alten Leitungen, und in stehendem Wasser bilden sich Keime.

  5. Die letzten Meter

    Armatur, Perlator, Anschlussschlauch. Der kürzeste Abschnitt, und der letzte vor deinem Glas.

Drei Filterkartuschen nebeneinander: links ein neuer CORE 40, in der Mitte und rechts zwei verfärbte Kartuschen nach dem Einsatz

Links ein neuer CORE 40, in der Mitte ein CORE 40 nach dem Einsatz in einer Hausanlage, rechts ein CORE 30 nach dem Einsatz in einer Küche. Die Verfärbung stammt typischerweise von Eisenoxid aus den Leitungen.

Was tatsächlich ankommt, nach Beweislage geordnet

Belegt, mit Grenzwerten

Pestizide und Abbauprodukte

Bei über zehn Prozent der Messstellen wird der Höchstwert überschritten.

Belegt, ohne Grenzwerte

Medikamentenrückstände

Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antibiotika und Hormone gelangen über das Abwasser zurück in den Kreislauf.

Sichtbar

Metalle und Rost aus der Leitung

Sie entstehen erst nach dem Werk.

Offene Datenlage

Mikroplastik

Wir führen das Thema, weil es real ist, nicht weil es dringend wäre.

Was wir bewusst nicht behaupten

Dass Schweizer Leitungswasser gefährlich sei. Ist es nicht. Dass Flaschenwasser die bessere Alternative sei. Auch dort werden Partikel gefunden. Und dass ein Filter alles kann. Bei kurzkettigen PFAS ist die Wirkung jeder Aktivkohle begrenzt, und wir sagen dir das.

Welche Ebene bei dir zählt, hängt von deinem Haus ab: Baujahr, Leitungen, Wasserhärte, Eigentum oder Miete. Das lässt sich in zwanzig Minuten klären.

Quellen: Universität Genf 2025, BAFU, EFSA, WHO. Die vollständige Liste steht im PDF.